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Thema: Durchschnittlicher Arbeitsverdienst iS § 162 Abs 3 ASVG

  1. #1
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    Standard Durchschnittlicher Arbeitsverdienst iS § 162 Abs 3 ASVG

    Hallo alle,

    Ich brauche bitte Eure Hilfe!


    Wenn jemand Wochengeld bezieht, umfasst die Höhe des WG das "durchschnittliche in den letzten drei Kalendermonaten vor dem Eintritt des Versicherungsfalles der Mutterschaft gebührende Arbeitsverdienst, vermindert (...)".

    Ist eine Überstundenpauschale (10 Std. mtl.) zu berücksichtigen? Erhöht sich also das Wochengeld, weil die ÜST-Pauschale hineinkommt?

    Danke für Eure Antworten!

    lg Roman

  2. #2
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    Standard

    Hallo!

    Zitat Website AK Wien:

    Höhe des Wochengeldes
    Die Höhe des Wochengeldes hängt von der Höhe des vorangegangenen Einkommens ab. Im Unterschied zu allen anderen Geldleistungen aus der Sozialversicherung gibt es keine maximale Leistungshöhe.

    So berechnen Sie Ihr Wochengeld
    Die Höhe des Wochengeldes ergibt sich aus dem durchschnittlichen täglichen Nettoverdienst der letzten drei Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist. Dazu kommt ein Zuschlag für Sonderzahlungen.
    Der Zuschlag für Sonderzahlungen hängt vom Kollektivvertrag oder vom Arbeitsvertrag ab.

    Zitat Ende

    Zur Berechnung des WG wird mWn also auch die ÜP der letzten 13 Wochen hinzugezogen sowie auch sonst alle Entgeltbestandteile. Es ist auch hier vom arbeits- und sozialrechtlichen weiten Entgeltbegriff auszugehen.
    Der Wochengeldanspruch erhöht sich also dem entsprechend.
    LG Andreas

  3. #3
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    Standard

    Wobei das ganze eigentlich unplausibel ist: Weil nämlich Schwangere gar keine Überstunden leisten dürfen und deswegen konsequenterweise auch keine Überstundenpauschale kriegen dürften.

    Mehr zahlen, als man laut KV muß, darf man ihnen natürlich schon, aber bei strenger Auslegung stehen ihnen die steuerlichen Vergünstigungen der Überstundenzuschläge nicht zu, sondern das sind einfach freiwillige Überstunden. Keine Ahnung, ob das schon mal einem Prüfer aufgefallen ist. Oder ob der Dienstgeber sagen kann: Da Sie ja nun keine Überstunden mehr leisten dürfen, muß ich Ihnen ja auch keine Überstundenpauschale zahlen.

    Aber ansonsten stimmt's: Das Durchschnittsgehalt der letzten drei Monate zählt. Wenn da also besonders viele Mehrstunden {ist was anderes als Überstunden! Z.B. bei Teilzeitbeschäftigung} geleistet wurden, ist das Wochengeld entsprechend höher.

    (Ich vergaß den vorzeitigen Mutterschutz. In dem Fall kann's natürlich doch sein, daß die Frau innerhalb der letzten drei Monate teilweise nicht schwanger war.)

  4. #4
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    Frage

    Zitat Zitat von Firmian Beitrag anzeigen
    ... teilweise nicht schwanger ...
    Wie ist man "teilweise nicht schwanger"? (SCNR)
    "We all breathe the same air. We all cherish our children's future."

  5. #5
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    Standard

    :-D

    Daß die Frau nicht während des kompletten Drei-Monats-Betrachtungszeitraums schwanger war, meine ich natürlich. Also zeitlich teilweise schwanger.

    (wobei man natürlich noch philospohieren könnte, wann genau die Schwangerschaft beginnt, mit dem Zeugungsakt im engeren Sinne, mit der Verschmelzung der Keimzellen ein paar Stunden später oder mit der Einnistung ein paar Tage später.... In praxi natürlich irrelevant, weil die Schutzfrist erst mit der ärztlichen Feststellung beginnt.)

  6. #6
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    Standard

    Denke das passt hier am Besten:

    eine Kollegin von mir hat folgendes Problem:

    in Ihrem ärztlichen Attest steht als berechneter Geburtstermin der 26.04.2019. Da üblicherweise bei der Feststellung der Schwangerschaft auch ein Ultraschall gemacht wird (wie auch hier) haben wir hier ein anderes Datum (am Ultraschall selbst) stehen nämlich den 21.04.2019. Steht auch alles so im MUKI Pass der der Behörde vorliegt.

    Jetzt ist das Ganze mega relevant weil die 3 Monatsfrist einmal (wenn man den 26ten nimmt) Dezember/Jänner/Feber ergibt (gut für die Kollegin in spe, weil gut verdient) und einmal November/Dezember/Jänner ergibt (nicht so gut, weil im november Kacksi verdienst), wenn man den 21ten nimmt.

    Wir sind der Meinung, dass der vom Arzt errechnete Geburtstermin rechtlich relevant ist und nicht das, was aufm Ultraschall drauf steht.

    Gibts dazu Erfahrungen? Einschlägige Judikatur im 162 ASVG hab ich jetzt nicht gefunden, nur eine Entscheidung (10 ObS 194/91) die aber auf unseren SV nicht ganz anzuwenden ist...

  7. #7
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    Standard

    würd auch meinen, dass das ärztliche Attest relevant ist. Der erste errechnete Geburtstermin kann sich ja mit jedem weiteren Ultraschall wieder verschieben. Ich meinem Bekanntenkreis sind grad drei Schwangere und vom ersten Ultraschall zum zweiten Ultraschall hat sich bei allen der errechnete Geburtstermin verschoben.

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