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Thema: Karenz/Schwangerschaft und RAK/Kammerbeiträge usw.

  1. #1
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    Standard Karenz/Schwangerschaft und RAK/Kammerbeiträge usw.

    Hallo ihr alle!

    Ich hätte hierzu ein paar Fragen und hoffe, trotz des nach wie vor "männerdominierenden" Berufes, dass mir da vielleicht jemand weiterhelfen kann:

    1. Muss ich während des Mutterschutzes (= Bezug von Wochengeld) weiterhin die Kammerbeiträge bezahlen?
    2. Verfällt der gesamte Pensionsanspruch, wenn ich kündige?
    3. Ich weiß, dass die Zeiten des Mutterschutzes sogar auf die Kernzeit angerechnet werden - wo steht das nochmal/ist es wirklich so?

    Vielleicht kurz zum Hintergrund: Ich werden Wien verlassen und in meine Heimat übersiedeln - muss also auch die RAP in einem anderen Sprengel machen und einen RAK-Wechsel vollziehen.

    Würde mich riesig freuen über Antworten oder auch einfach Erfahrungsberichte... und vielleicht gibt es sogar Mamas, die mir gerne berichten, wie es so mit Beruf und Baby klappt?

    Danke an alle!
    Beste (freudige) Grüße!

  2. #2
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    Standard

    Hallo!

    Das wichtigste ist, dass du die LU behältst, wenn du in den Mutterschutz gehst. Dann kann dir die Zeit des Mutterschutzes angerechnet werden. Ist in der RAO geregelt. Rechtsanwaltsprüfung mit Kind ist halt ein sehr ambitioniertes Ziel. Du brauchst für die Rechtsanwaltsprüfung mehrere Monate, bei denen du dich auf nichts anderes als das Lernen konzentrierst. Das verstehen Kinder nicht.

    Der Pensionsanspruch verfällt nicht. Das Geld wird ja für dich angelegt. Wegen der Pensionsversicherung während des Mutterschutzes würde ich die Kammer fragen. Das werden sie dir sicher sofort sagen können.

  3. #3
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    Hallo Judith!
    Danke für deine Antwort! Hast du zufällig Prüfung und Kind unter einen Hut gebracht... oder kennst du jemanden? Ich bin guter Dinge, dass es mit nebenher Lernen und Unterstützung durch meinen Partner funktioniert, wäre aber über Tipps natürlich dankbar... oder Erfahrungsberichte.

    Werde mich bei der Kammer erkundigen und dann auch hier meine Infos teilen... kann ja nicht sein, dass ich da die Einzige bin!

  4. #4
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    Nein, ich habe ein Kind und habe bevor ich sie bekommen habe die Anwaltsprüfung gemacht. Ich kann mir beides zusammen nicht vorstellen. Ich bin halt die Hauptbezugsperson und wenn ich monatelang nicht verfügbar wäre, wäre es wohl sehr schwer für meine Tochter. Ich denke, dass ich nicht ausreichend abschalten könnte, um mich auf die Vorbereitung für die Prüfung zu konzentrieren. Was du auch nicht vegessen darfst, dass der Alltag mit Kind auch anstrengend ist. Bei manchen Kindern dauert es Jahre bis sie durchschlafen und allein der Schlafmangel schlaucht. Meine Tochter war teilweise stündlich wach und wollte zum wiedereinschlafen getragen werden. Kaum habe ich mich hingesetzt, war sie wieder wach. Da kann man am nächsten nicht lernen. Da bist du froh, wenn du dich mit ihr untertags hinlegen kannst. Aber jedes Kind ist anders. Vielleicht hast du eine pflegeleichteres Exemplar als ich.

  5. #5
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    Standard ÖRAK-Enquete zum Thema „Karenz für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte – 1.12.

    Die ÖRAK-Enquete zum Thema „Karenz für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte – ein Widerspruch?“ findet am Donnerstag, den 1. Dezember 2016 von 12:00 Uhr - 14:30 Uhr im Großen Saal des ÖRAK, Wollzeile 1-3, 1010 Wien statt.

    Ziel der Enquete ist es, die Mitglieder der Rechtsanwaltskammern in die Gestaltung von Karenzregelungen einzubeziehen.

    Die aktuellen Umlagenordnungen können vorsehen, dass für Rechtsanwälte ab Antragstellung innerhalb eines Jahres ab Geburt ihres Kindes oder der Annahme eines Kindes an Kindes Statt für maximal zwölf Monate, ein verringerter Beitrag zu leisten ist. Der Beitrag entspricht dem Beitrag des RAA. Allerdings werden die betreffenden Beitragsmonate bei der Berechnung der Renten nur verhältnismäßig berücksichtigt.

    Ist diese Regelung sinnvoll? Wird diese Regelung derzeit genutzt? Falls nicht, warum wird sie nicht genutzt?

    Im Entwurf zum BRÄG 2016 ist folgende weitere Erleichterung für Mütter vorgesehen:

    Die Umlagenordnungen können vorsehen, dass Rechtsanwältinnen und Rechtsanwaltsanwärterinnen auf Antrag für die Dauer eines Beschäftigungsverbots nach dem Mutterschutzgesetz 1979 oder des einem solchen Beschäftigungsverbot für werdende Mütter entsprechenden Zeitraums zur Gänze von der Leistung der Umlagen befreit werden. Die RAO ermächtigt die Rechtsanwaltskammern eine solche Befreiung als Solidarleistung, dh unter Anrechnung der vollen Beitragsmonate, vorzusehen.

    Wäre eine solche Regelung sinnvoll? Wäre es sinnvoll eine solche Befreiungs- oder Ermäßigungsmöglichkeit, jedoch ohne Anrechnung von Beitragsmonaten (Kapitaldeckungsverfahren), auch für die Satzung Teil B vorzusehen? Gibt es Vorschläge für weitere/andere Erleichterungen für junge Familien, die iZm den Versorgungseinrichtungen (Teil A, Teil B und Teil C) geregelt werden können?

    Darüber diskutiert Vizepräsident Dr. Armenak Utudjian mit Mag. Carola Fuchs, Dr. Bettina Stomper-Rosam, Mag. Ulrike Pöchinger, Dr. Elisabeth Vanas-Metzler und dem Publikum.

    Wenn Sie gerne an unserer Enquete teilnehmen möchten, so melden Sie sich bitte bis zum 28. November 2016 15:00 Uhr unter anmeldung@oerak.at an.

    Die Teilnahme ist kostenlos.

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