Zeige Ergebnis 1 bis 2 von 2

Thema: Insolvenznurmi an Insolvenzexperten! Was bedeutet § 3 Abs 1 IO im Konkreten...??

  1. #1
    Registriert seit
    23.02.2011
    Ort
    arbeite in 1010
    Beiträge
    173

    Standard Insolvenznurmi an Insolvenzexperten! Was bedeutet § 3 Abs 1 IO im Konkreten...??

    SV:
    Unser Mdt. ist eine WEG, welche derzeit einen rk Titel (samt Vorzugspfandrecht nach § 27 WEG) sowie noch eine Mahnklage (samt Vorzugspfandrecht) gegen säumigen Wohnungseigentümer hat.

    Im GB wurde ob dessen Anteile nun kürzlich ein Belastungs- und Veräußerungsverbot ("BuV")vom Gericht gem. § 73 Abs 2 IO eingetragen. Dies als einstweilige Vorkehrung bis geklärt ist, ob der gestellte Insolvenzantrag eines anderen Gläubigers berechtigt ist oder nicht.

    Der säumige Wohnungseigentümer (und vielleicht bald zukünftiger Gemeinschuldner) hat nun sein Wohnungseigentumsobjekt verkauft im Form eines beiderseits unterfertigten verbindlichen Kaufanbots . Sagen wir jetzt mal einfachheitshalber, dass dies NACH Eintragung des BuV im Grundbuch erfolgte (tatsächlich geschah das am selben Tag als auch das BuV im GB sichtbar war (abgefertigt).

    Nun sind Rechtshandlungen gemäß § 73 Abs 3 Satz 2 IO (genauso wie in § 3 IO) relativ unwirksam.
    Sie sind wirksam gegenüber dem Käufer (der nichts davon wusste/wissen hätte müssen)
    Sie sind unwirksam gegenüber den (Konkurs-)Gläubigern.

    Was heißt denn das jetzt? Hilfe!

    HEißt dass,
    dass das KAufanbot nun gültig ist, der Verkäufer (potentieller Gemeinschuldner/säumiger Wohnungseigentümer) halt nun nicht mehr erfüllen kann gegenüber seinem Käufer und dass der Käufer nun halt eben die Rechtsbehelfe der Nichterfüllung geltend machen muss.... und zwar dies als nicht Konkursgläubiger, sondern nur in des Gemeinschuldners freien Vermögens,....

    und heißt dass, dass dann die Konkursgläubiger bzw der Masseverwalter dieses Wohnungseigentumsobjekt verwerten sprich verkaufen kann....

    muss es wohl oder?

  2. #2
    Registriert seit
    05.08.2009
    Ort
    Wien
    Beiträge
    815

    Standard

    Ohne deine Frage jetzt wirklich zu beantworten, aber im Ergebnis:

    Die Klagsanmerkung wirkt auch gegen den Erwerber. Wenn dieser also nicht zahlt, dann kann man die Versteigerung einleiten und wenn die Wohnung versteigert wird, dann erhält die WEG die bevorrangten Forderungen (zum Zeitpunkt der Klage nicht älter als 6 Monate) aus dem Vorzugspfandrecht eben "bevorzugt" aus dem Versteigerungserlös. Der Konkurs, BuV etc. sind für die bevorrangte Forderung der WEG eigentlich "Blunzn".

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 2 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 2)

Lesezeichen

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •