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Thema: Tierpension im Dilemma

  1. #1
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    Standard Tierpension im Dilemma

    Werte Kollegen!

    Mich hat neulich ein Artikel in der Kronenzeitung beschäftigt: Die Eigentümerin von 27 Hunden hat 10 davon in einer Tierpension abgegeben, zahlt nun die Kosten für die Betreuung nicht, holt die Tiere nicht ab und verzichtet auch nicht auf ihr Eigentumsrecht.

    https://www.krone.at/1935810

    Dass da der Vertrag adaptiert gehört, ist klar. Aber welche Ansätze hättet Ihr, um dieses Problem zu lösen?

    Eine Klage auf Bezahlung Zug um Zug gegen Herausgabe der Tiere scheitert ja am nicht vorhandenen Geld der Dame. Ziel wäre es - neben der Bezahlung, die derzeit unmöglich erscheint, - wenigstens die Tiere wieder los zu werden, um in den Sommerferien freie Plätze zu haben.

  2. #2
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    Anzeige nach dem TierSchG, dann können ihr die Hunde (alle 27 am besten) zumindest abgenommen werden und sie können wenigstens ins Tierheim.

  3. #3
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    Könnte man nicht zumindest eine Zwangsversteigerung der Tiere veranlassen? Wird wahrscheinlich nichts dabei rauskommen, aber vielleicht psychologisch?

    Oder die Hunde auf Kosten [ok, darauf bleibt man wohl sitzen] und Gefahr der Eigentümerin ihr an die akutelle Meldeadresse zustellen?

    Nur so als Brainstorming.... Die Viecher einfach verhungern lassen geht ja sicher aus Tierschutzgründen nicht (vom medialen Aufschrei und folgenden Verlust der gesamten sonstigen Kundschaft ganz zu schweigen....)
    Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

  4. #4
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    Versteigern könnte gehen - Pfandrecht des Vermieters an den eingebrachten Gegenständen uU anwendbar (?).

  5. #5
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    Zitat Zitat von advokata Beitrag anzeigen
    Ziel wäre es - neben der Bezahlung, die derzeit unmöglich erscheint, - wenigstens die Tiere wieder los zu werden, um in den Sommerferien freie Plätze zu haben.
    Gerichtliche Hinterlegung (§1425 ABGB, VerwEinzG) geprüft? Damit wäre zumindest schuldbefreiend geleistet.

  6. #6
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    Ich bezweifle aber, daß ein Gericht lebende Tiere annimmt. Oder auch sonstwer Beauftragter.
    Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

  7. #7
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    Und ich glaube dabei sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es um lebende Mitgeschöpfe geht, die ich eher nicht irgendwo "hinterlege" oder ähnliches, sondern muss ich halt wirtschaftliche Interesse hinten anstellen (genauso wie ich erst ertrinkende Flüchtlinge rette und die Gedanke darüber, wie dann weiter verfahren wird, sekundär sind, wenn ich irgendwo halbwegs leiwand bin)

  8. #8
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    Es hat ja auch niemand vorgeschlagen, die Tiere zum Abdecker zu bringen. Zumal man davon ausgehen kann, daß Betreiber einer Tierpension sicher die Tiere mögen, die sie selbst beherbergen bewirten, sonst würden die das wohl nicht machen. (Ich habe zumindest noch nicht gehört, daß das eine Gelddrucklizenz wäre, die auch Leute, die Hunde nicht leiden können, veranlaßt, eine solche zu eröffnen.)

    Das ist ja genau das, was die Sache kompliziert macht. Wenn einer bei Dir Möbel lagert und nicht zahlt, stellst Du ihm die schlimmstenfalls vor die Tür. Für die Tiere geht das nicht, aber wenn die Pensionsbesitzerin die Tiere nicht mal an Interessenten verschenken kann und dadurch in den Ruin getrieben wird, verstehe ich deren Ärger schon sehr gut.
    Wer die Wahrheit im Wein sucht, darf nicht nach einem Achterl schon aufgeben.

  9. #9
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    Liebe Kollegen!

    Zuerst einmal: herzlichen Dank!

    Ich freue mich, dass so viele hier mitdenken und helfen!

    Anzeige habe ich schon gemacht, allerdings wenig Hoffnung: Solange die Tiere nicht gequält werden, droht maximal eine Geldstrafe, und im Augenblick sind sie ja gut versorgt.

    Eine Zustellung an die Dame wurde auch bereits überlegt, sprich: Aufenthaltsort ausfindig machen und übergeben; aber hier stellen sich verschiedene Probleme: Der Transport für 10 mittelgroße Hunde aus dem Burgenland nach Wien müsste erst organisiert werden und ist auch nicht gratis.

    Bei der Adresse, die die Dame bei Übergabe der Tiere angegeben hat, handelt es sich um eine Wohnung in XXII Wien, die der Vater gemietet hat, d.h. Platzproblem etc vorprogrammiert, was jeden Tierfreund - wie richtig von Euch vermutet - abschreckt. Last but not least die Frage, was tun, wenn sie schlichtweg die Annahme verweigert?

    Alles sehr unlustig.

  10. #10
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    Zitat Zitat von advokata Beitrag anzeigen
    Bei der Adresse, die die Dame bei Übergabe der Tiere angegeben hat, handelt es sich um eine Wohnung in XXII Wien, die der Vater gemietet hat, d.h. Platzproblem etc vorprogrammiert, was jeden Tierfreund - wie richtig von Euch vermutet - abschreckt. Last but not least die Frage, was tun, wenn sie schlichtweg die Annahme verweigert?
    Kann ich ihr nicht dorthin die Klage zustellen, und nach dem zu erwartenden VU in die Hunde vollstrecken? Dann kann man über diese zumindest verfügen, und sie verschenken oder sonstwie verwerten. Ende mit Schrecken, aber besser als der umgekehrte Fall ...
    Das in der Verfassung geschützte Eigentum hat den Nachteil, dass Eigentümer sehr stark darüber verfügen können. (Michael Ludwig, SPÖ-Stadtrat in Wien)

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